Das normale Leben.
Wer derzeit aus Deutschland nach Panama reist, und das sind doch einige, erlebt hier gerade so etwas ähnliches wie das Paradies auf Erden. Nun, nicht ganz, aber im Vergleich auf jeden Fall. Sämtliche Einschränkungen, die hier das normale Leben im vergangenen Jahr stark beeinträchtigt haben, sind schon längst wieder aufgehoben. Bleibt noch eine kaum spürbare nächtliche Ausgangssperre von 12 bis 4 Uhr und die lästige Maskierung überall, welche aber zumindest in den abgelegeneren Orten und an den Stränden immer mehr nachlässt. Im Freien klemme ich mir den Lappen allenfalls mal unters Kinn oder laufe einfach ohne rum. Kürzlich bin ich mal wieder eine längere Strecke mit dem Bus gefahren. Genau das selbe. Stört keinen, sagt keiner was.
Flüge nach Panama – so bequem wie noch nie !
Nie waren Flugreisen einfacher, bequemer und komfortabler als heute. Klingt paradox in diesen Zeiten, ist aber so. Kaum Warteschlangen am Check-In, viele freie Sitzreihen im Flieger, schnelle Abfertigung bei Immigration und Zoll, gute Hotels und Pensionen zumindest wochentags fast für sich alleine, und von den momentanen Hammerpreisen für Flüge und Mietwagen mal ganz zu schweigen. So erzählen mir übereinstimmend viele Besucher, die in den letzten Wochen nach Panama geflogen sind. Panama verlangt zur Einreise aus Europa aktuell lediglich einen max. 48 h alten PCR-Test, achtet aber bitte immer genauestens auf die Bestimmungen der Airlines für die jeweiligen Transit-Länder Frankreich, Niederlande oder Spanien !
Pandemie-Alltag.
Die Menschen hier in Panama spielen die „Pandemie“ von Anfang an brav mit. Nachteil ist natürlich, dass es hier kaum bis gar keinen Widerstand oder scharfe Kritik an den bisherigen Maßnahmen gab oder gibt. Vorteil ist, und wir wollen mal positiv denken, dass dadurch keine Zwangsmaßnahmen zu erwarten sind, welcher Art auch immer. Ihr wisst schon, das große Thema mit der Spritze. Und eben weil hier alle brav mitspielen, ist die „Pandemie“ zumindest im Alltag hier schon vorbei. Der erhobene Zeigefinger seitens Politik und Medien bleibt aber. Alles andere, was da vielleicht noch kommt, wird sicher auf globaler Ebene durchgedrückt und schon jetzt als „Erlösung“ vermarktet. „Gallische Dörfer“ wie zum Beispiel die US-Bundesstaaten Texas und Florida, welche ihre ohnehin schon minimalen Einschränkungen vor kurzem vollständig aufgehoben und digitale Impfpässe verboten haben, werden in der westlichen Welt wohl die Ausnahmen bleiben. Meine Einschätzung.
Quer durchs Land.
Ein bisschen kam ich mir schon vor wie in der DDR zur Wendezeit 1989/90, als hier in Panama nach den Ausgangssperren auch die Kontrollposten an den Provinzgrenzen aufgehoben wurden und man sich seitdem wieder normal bewegen kann. Das führt mich dann zusammen mit einigen Besuchern aus Deutschland, die sich Panama zum ersten mal anschauen, wieder quer durchs Land. In den letzten Wochen ging es dann von El Valle nach Las Tablas, Pedasi, Playa Venao, nach Santa Catalina, Boca Chica und zur Isla Boca Brava, nach Santa Fé und von dort weiter an die Karibik und nicht zuletzt nach Boquete. Dort sind fast alle Restaurants entlang der kleinen Ausgeh-Meile am Ortsausgang geöffnet und am Abend sogar gut besucht. Vorwiegend von den Einheimischen bzw. Expats die dort leben. Was hier und auch an anderen Orten noch fehlt, sind die vielen bleichgesichtigen Backpacker, die normalerweise das Straßenbild vieler Orte in Panama prägen.

Panama ist nicht groß, und man kann das Land prima innerhalb von zwei oder drei Wochen erkunden. Noch nicht vollständig kennenlernen, aber erste Eindrücke sammeln. Meinen Besuchern zeige ich dabei neben bekannten Orten auch immer mal ein paar schöne Ecken, die in keinem Reiseführer und in keinem Makler-Portfolio zu finden sind.

Es geht hier also recht locker zu, die „Pandemie“ findet auch hier hauptsächlich in den Medien statt. Ich will aber nur eines, und das mache ich auch, und so habe ich auch diesen Beitrag für euch betitelt: Das normale Leben!
Wenn ihr mögt, dann folgt mir auch auf dem TELEGRAM-Kanal PANAMAFANTASTICO. Entweder über die Suchfunktion, oder über diesen LINK.
Wer schreibt hier eigentlich ?
Wenn Du wissen möchtest, wer ich bin, was mich nach Panama verschlagen hat und wie ich Dich ein bisschen beim Reisen oder Auswandern nach Panama unterstützen kann, dann schau mal HIER vorbei !


































Einige Nachmittage verbringe ich in der coolsten Bar der Stadt, Mikes´s Global Grill. Es ist schließlich Fußball-EM und in der Runde mit anderen macht das Fußball-Gucken viel mehr Spaß. Durch die Zeitverschiebung von sieben Stunden laufen die EM-Partien hier am frühen Nachmittag. Es gibt gutes Essen, man lernt alle möglichen Leute kennen, vorwiegend Amerikaner die hier leben und auch Touristen. Empfehlenswerte Location !

Ich lasse mein Auto vor einer Brücke über den Rio Chiriqui Nuevo stehen und gehe zu Fuß etwa zwanzig Minuten bis zu den Quellen. Ich frage mich die ganze Zeit, wie man hierher eigentlich ohne Auto kommen soll, denn die Hauptstraße und auch der Ort Caldera liegen schon lange hinter mir und bis hierher fährt garantiert kein Bus…
Das Gelände ist in Privatbesitz, so muss jeder Besucher zwei Dollar Eintritt bezahlen. Es gibt hier insgesamt drei Quellen, die mit Steinen umgeben sind und damit eine Art großen Pool abgeben. In jedem Pool sitzen bereits ein paar Leute drin. Ich halte nur mal die Hand hinein. Das Wasser ist etwa 48 Grad heiß, wie mir zwei Kanadier berichten.
Sie müssen bis hierhin schon eine Weile gewandert sein und fragen mich, ob sie hier auf dem richtigen Weg sind. Ich sage ja und füge mit vollem Ernst hinzu, dass die Quellen heute wegen Wassermangel geschlossen seien.
Der höchste Berg Panamas liegt ebenfalls hier in diesen Bergen, der Volcán Barú. Er ist knapp 3500 m hoch und ein beliebtes, aber sehr kraftraubendes Ausflugsziel.
Wir haben Trockenzeit, ich bleibe zum Glück von Regengüssen verschont. Hier oben in den Bergen kann es jedoch auch in der Trockenzeit von Dezember bis April durchaus mal regnen, meist ist es so ein feiner, leichter Sprühregen.
Hierher in die Gegend um Boquete kommt man der Natur wegen. Ich brauche in bisschen Bewegung, stelle mein Auto ab und gehe etwa eine Stunde den „Sendero los Quetzales” entlang. Sendero bedeutet so viel wie Wanderweg, und der Quetzal ist ein sehr seltener, schwer zu beobachtender Vogel mit aussergewöhnlich langen Schwanzfedern.

Nach Boquete kommt man von David aus natürlich auch mit dem Bus. Diesen kann man am zentralen Bus-Terminal auch kaum übersehen, es fahren fast immer die schönen gelben US-Schulbusse dorthin.
Kurz vor dem Ortszentrum liegt rechter Hand das „Sugar & Spice“, eine Bäckerei mit Restaurant. Der Laden ist gut frequentiert, vor allem viele Senioren aus den USA oder Kanada sitzen hier beim Kaffee, ebenso auch viele Touristen.
Direkt darüber, im selben Haus, gibt es das „Towns Inn“, ein nettes Hostel mit Privat- und auch Mehrbett-Zimmern.