Auf Tour zur Zigarrenfabrik – November 2015
Meine erste Tour mit meinem neuen Mietwagen führt mich nach La Pintada zur Zigarrenfabrik „Joyas de Panama“. Ich muss mich ein bisschen mit dem Suzuki Jimny vertraut machen, immerhin kenne ich diese Strecke schon.
Ich hatte das Städtchen ja vor einigen Tagen zum Pintao-Festival ja schon einmal besucht und wusste daher auch, wo die Zigarrenfabrik liegt. Senora Miriam, die Besitzerin, zeigt mir ihr Sortiment und rollt mir sogar eigenhändig eine Zigarre zurecht. Es ist gerade keine Produktion, drum haben wir Zeit ein bisschen zu plaudern. Ich erfahre, dass sie den Tabak in der Provinz Chiriqui anbaut bzw. dort kauft und ihn hier verarbeitet.
Ich bin allerdings kein Zigarren-Experte, um alles zu verstehen. Ich trage mich in das Gästebuch ein und nehme einen Zehnerpack der dünnen Cigarillos sowie einen Fünferpack der „Dicken“ mit, zusammen für 20 Dollar.
Dann folge ich der guten Asphaltstraße, an der die Fabrik liegt, einfach bis zum Ende. Ich fahre vorbei am Rio Coclé del Sur, einem recht großen Fluss. Mir gefällt die Landschaft und das beeindruckende Berg-Panorama, wenngleich leider auch hier der Kahlschlag an der Vegetation schon fortgeschritten ist. Die Straße geht dann nach etwa 25 Minuten in eine recht ruppige Schotterpiste über. Ich will erst mal nicht weiter, drum steige ich aus, setzte mich auf einen Baumstumpf und stecke mir eine meiner neuen Zigarren an. Mmmh.., köstlich !



So schlendere ich dann über das Gelände, hole mir ein Bier, schaue den Festumzügen zu und genieße die Atmosphäre. Dann gehe ich endlich zu jenen Ständen, an denen die eigentlichen Stars des Festivals ihre Waren feilbieten: die Hutmacher. Sollte ich mir auch einen kaufen ? Ich probiere einige an, Preise so ab 30 Dollar für einfache Qualitäten bis hin zu weit über 200 Dollar für höhere Handwerkskünste.
Und da sehe ich ihn: den Hutmacher aus der arte-Sendung. Er scheint eine gefragte Persönlichkeit zu sein, denn er ist von Kamerateams und Reportern umringt. Später besuche ich ihn an seinem Stand. Ich sage „Hola“, schaue mir seine Hüte an und erzähle ihm tatsächlich, das ich ihn im fernen Deutschland einmal im Fernsehen gesehen hatte. Da freut er sich und er erklärt mir – ganz so wie in der Sendung – nochmal die verschiedenen Trageformen des Pintao. Den Hut trägt man je nach Stimmung oder Status in unterschiedlicher Weise. Die meisten tragen ihn mit vorn hochgezogener Krempe und signalisieren damit: Ich bin helle und gut drauf!
