Zehn Jahre Panama
Die Zeit vergeht, kaum zu glauben ! Zehn Jahre ist es nun her, dass ich meine Zelte dauerhaft hier in Panama aufgeschlagen habe. Und bis heute habe ich keinen einzigen Tag bereut.
Ausschlaggebend war eigentlich der Gedanke daran, mein Leben im ewigen Sommer zu verbringen, an einem Ort, an dem es immer warm und niemals kalt ist. Dazu kamen irgendwann auch verschiedene gesellschaftliche und politische Entwicklungen in meiner alten Heimat, die ich so nicht mehr länger miterleben wollte. Von der permanenten Kriegspropaganda und der andauernden Gefahr echter Konflikte in Europa mal ganz zu schweigen.
Panama steckt voller Abenteuer, voller Erlebnisse, voller Begegnungen und Überraschungen. Gerade meine Anfangsjahre waren da ziemlich wild, immer unterwegs, kaum zu Hause. Das schönste dabei waren und sind die vielen Menschen, denen ich hier begegnet bin. Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind, Menschen die Panama schon vor mir zu ihrer neuen Heimat gemacht haben oder die sich Panama erst mal anschauen, um vielleicht später hierher zu ziehen.
Daraus ist dann vor zehn Jahren dieser Blog und auch ein kleiner persönlicher Einwanderungs-Service für viele Panama-Auswanderer vor allem aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden, die dann in Panama einen wesentlich schnelleren und stressfreieren Start hingelegt haben als manch anderer oder als ich selbst.
Anfangs wollte ich mich noch nicht gleich festlegen, wo ich später einmal wohnen möchte. Ausschließen konnte ich jedoch erst mal größere Städte, Gated Communities, Inseln sowie die ziemlich heissen, trockenen und kaum noch bewaldeten Provinzen Herrera und Los Santos. Letztendlich hab ich mich dann in der wunderschönen Provinz Coclé niedergelassen, noch immer eine ziemlich unterbewertete Provinz mit tollen Stränden, die gut zu erreichen sind, mit Bergregionen, in denen es nicht ganz so warm ist, mit viel Natur und ländlichem Charme, mit kleinen und mittelgroßen Städten, in denen man fast alles bekommt was man braucht. Die Provinz Coclé liegt ziemlich zentral, so dass ich recht kurze Wege habe wenn ich mal nach Panama City oder in die andere Richtung nach Chiriqui oder Bocas del Toro möchte.

Das war eine gute Entscheidung ! Das erste Jahr hab ich zur Miete gewohnt, an verschiedenen Orten, und bin fast jeden Tag unterwegs gewesen, auch mal mehrere Tage am Stück, um Panama kennenzulernen. Mal allein, mal mit Freunden, und später, als ich mein Fleckchen Panama schon längst gefunden hatte, mit Besuchern und Kunden. Kleine Tasche packen, rein ins Auto, und ab auf die Piste! Das war und ist für mich Freiheit pur!
Jedes Jahr war bisher voller Highlights und Erlebnisse. Eigentlich schaue ich ja immer nach vorne, selten zurück. Aber ich glaub heute kann ich mal mit Euch zusammen einen kleinen Rückblick wagen. Schließlich verbringe ich hier in Panama ja nicht mehr und nicht weniger als die beste Zeit meines Lebens. Und es gibt viele Menschen, die diesen Weg auch schon gegangen sind, oder ihn noch vor sich haben.
Highlights
- 2016: Residencia Permanente mit dem Friendly Nations Visum, damals noch ohne sechsstellige Investitionssumme und erster abenteuerlicher Trip nach Bocas del Toro samt Autopanne mitten im Dschungel und halsbrecherischer Bootsfahrt. Das könnt Ihr HIER und HIER noch einmal miterleben.

- 2017: Zum ersten mal im Leben Haus- und Grundeigentümer und Flug zu den Perleninseln im zweisitzigen Sportflugzeug. HIER nehme ich Euch nochmal mit.

- 2018: Die ersten Besuche von Freunden und Familie mit viel Action und einem Besuch in der gefährlichsten Stadt Panamas mit Polizeieskorte. HIER zu sehen, wenn Ihr mögt.

- 2019 war ein Jahr, in dem ich besonders viel mit anderen Auswanderern und Besuchern im Land unterwegs war, unter anderem auch erstmals in Vólcan und Cerro Punta im Hochland der Provinz Chiriqui.

- 2020: OK. Das war wohl für fast alle Menschen dieser Welt sprichwörtlich ein „Seuchenjahr“. Als Highlight werte ich mal, dass ich diese Zeit sowohl geistig als auch körperlich schadlos überstanden habe. Wer das kuriose Pandemie-Management in Panama nochmal kurz erleben möchte, kann HIER nochmal nachschauen.

- 2021 gab es in Panama gravierende Veränderungen bei den Einwanderungsbestimmungen, insbesondere beim beliebten „Friendly Nations Visum“, welches künftig an eine sechsstellige Investitionssumme gebunden ist. Drum haben sich in diesem Jahr besonders viele Menschen fürs Auswandern nach Panama entschieden. Teils kurzentschlossen, teils auch überstürzt oder auch nur als „Plan B“ vor dem Hintergrund des teils krassen Pandemie-Geschehens im Vorjahr. Sowohl in Deutschland als auch in vielen anderen beliebten Ländern wie Kanada oder Australien.
Alles was Du zum Auswandern nach Panama wissen musst, die verschiedenen Visa-Möglichkeiten mit allen Vor-und Nachteilen kannst Du Dir HIER anschauen.
- 2022 und 2023 waren mal vergleichsweise ruhige Jahre. Mit viel Zeit zu Hause, bei Freunden und natürlich immer wieder unterwegs mit Besuchern und Kunden, die Panama zu ihrer neuen Heimat machen.
- 2024: Erster Deutschland-Besuch. Nach über 7 Jahren in Panama.. Gleich über mehrere Monate. Schön war´s , Freunde und Familie zu besuchen. Der ganz große Kulturschock blieb aus. Aber es war schon interessant, die alte Heimat nach so langer Abwesenheit aus Sicht eines Besuchers zu erleben. Und… nach Jahren mal wieder beim Heimspiel live im Stadion. Fazit: Deutschland ist kalt und hektisch, Essen und Trinken ist wesentlich besser und billiger, aber Panama ist wärmer, entspannter und sicherer.

- 2025 hat mich seit längerem mal wieder in eine Gegend des Landes geführt, wo ich bis dahin noch nie war: Puerto Armuelles, Provinz Chiriqui, im Grenzgebiet zu Costa Rica. Für mich war das immer eine der abgelegensten Ecken, die man in Panama noch normal auf einer Asphaltstraße erreichen kann. Um so erstaunter war ich, wie charmant und wie gut entwickelt diese kleine Ortschaft ist.

- 2026: Das Jahr ist noch jung, aber schon voller Vorfreude auf Besuch aus der Heimat noch vor Ostern. Dann die Fußball- WM in den USA, Kanada und Mexiko, für die sich auch Panama qualifiziert hat. Und…, natürlich bin ich auch weiterhin gern für Auswanderer und Besucher da, die Panama entdecken und zu ihrer neuen Heimat machen wollen.
Was gibt’s Schöneres als Zehn Jahre Panama ? Genau: 20 Jahre Panama. Also, auf die nächsten 10 !





