Die vierte Atlantik-Passage in Panama
Derzeit gibt es in Panama drei befestigte und ausgebaute Straßenverbindungen vom Pazifik hinauf an den Atlantik: Östlich von Panama City hinauf nach Carti (San Blas), von Panama City hinauf nach Colón sowie ganz im Westen des Landes von David nach Changuinola (Bocas del Toro). Eine vierte Atlantik-Passage – die Ruta 33 von Santiago über Santa Fé hinauf nach Calovébora – befindet sich seit einigen Jahren im Bau.
Zuletzt war ich vor knapp zwei Jahren dort oben in Santa Fé und habe mir die wirklich atemberaubende Berglandschaft und den Fortschritt der Bauarbeiten angesehen. Doch wie sieht es heute dort aus ?
Zwei Familien aus Deutschland, die für ein paar Wochen Entdeckungs-Urlaub in Panama machen, laden mich nach einem Besuch bei mir direkt zu sich nach Santa Fé ein. Dort haben sie jeweils schicke Ferienhäuser gemietet, wo ich auch übernachten kann. Cool !
Die Ruta 33
Wir beschließen, uns am nächsten Tag einmal den Fortschritt der neuen Atlantik-Verbindung anzusehen. Zu neunt, mit zwei Autos, machen wir uns von Santa Fe´auf den Weg durch die Berge. Es geht über den bereits fertiggestellten, ultra-steilen Weg durch die Berge bis nach Guabal. Und siehe da: Es hat sich in den letzten zwei Jahren einiges getan.

Der asphaltierte Teil der Straße endet zwar noch immer an der selben Stelle, doch aus der anschließenden Schlammpiste, die vor allem ein Abenteuerspielplatz für Quad- und Motocross-Enthusiasten war, ist heute immerhin schon eine befestigte Schotterstraße geworden. Unzählige Arbeiter mit schwerem Gerät sind gerade dabei, die Drainagen fürs Regenwasser mit Beton auszugießen und die Asphaltierung vorzubereiten. Wir fragen nach dem weiteren Verlauf und dem Zustand der Straße und beschließen so weit zu fahren, wie wir es ohne Risiko schaffen.


Flussüberquerung
Kommen wir heute schon an den Atlantik ? Können wir unsere Füße in die Karibik tauchen und ein nahezu unbekanntes kleines Karibik-Dörfchen namens Calovébora erreichen ?
Nun, ich nehme es mal vorweg: Nein, noch nicht ganz. Es ist ein Fluss, der uns nach etwa 10 km guter befestigter Schotterpiste aufhält. Das Wasser ist zwar nicht mal knietief, aber der recht steile Abhang hinab und später wieder hinauf wäre wohl zu viel für unsere Autos bzw. deren schlechte Bereifung. Wir beobachten dennoch ein paar andere Autos, vor allem Baufahrzeuge, die mühelos den Fluss durchqueren. Sieht schon spektakulär aus, vor allem die drei Kids haben einen Heidenspaß !

Also, die vierte Atlantik-Verbindung in Panama ist weiterhin im Bau und die Fortschritte der letzten zwei Jahre sind nicht zu übersehen. Die Stelle, an der wir erst einmal halt machen mussten, lässt sich ansonsten problemlos mit einem normalen Allrad-Fahrzeug und guter Bereifung durchqueren. Jetzt bin ich neugierig geworden und bin gespannt, wie es hinter dem Fluss weitergeht. Das werde ich noch in den nächsten ein, zwei Wochen herausfinden, möglichst bevor die Regenzeit losgeht.
Baden am Wasserfall
Auf dem Rückweg machen wir Halt an einem wunderschönen Wasserfall direkt an der Ruta 33, erfrischen uns bei einem kühlen Bad in den großzügigen natürlichen Pools und lassen es uns mit ein paar Kaltgetränken zusammen richtig gut gehen !

Ein toller Tag mit tollen Menschen, und den Rest der Strecke bis an die Karibik werde ich dann ganz sicher auch noch erkunden.
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Dieser liegt kurz vor dem kleinen Örtchen Olá und wird „Los Chorros de Olá“ genannt. Dort bin ich schon mehrmals vorher gewesen. Bisher habe ich aber nie den kleinen versteckten Pfad gefunden, der näher an den Wasserfall und bis hinunter an das Becken führt. Na mal sehen, die beiden Mädels haben vielleicht bessere Spürnasen als ich. Der ziemlich vom Regen ausgewaschene Hauptpfad bzw. das Gelände links und rechts ist natürlich mit Draht eingezäunt, kein Durchgang, Hinweisschilder sowieso nicht, nichts.. Doch da, links, hinter einem kleinen Strauch, sieht das dahinter nicht wie ein Pfad aus ? Jupp. Wir laufen etwa fünf Minuten den ziemlich zugewucherten Pfad entlang und stehen dann plötzlich genau unterhalb des wirklich riesigen Wasserfalls. Das ist schon echt beeindruckend ! Keine Niagara-Fälle, ok, aber dennoch höchst imposant.


Toller Tag, mal wieder neue Entdeckungen in meiner näheren Umgebung gemacht, zwei Menschen wieder ein Stückchen Panama näher gebracht, was willste mehr ? Das Leben hier ist schön !

Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Entdeckungstour durch die Lande, also mache ich mich mit einem Freund auf in die nähere Umgebung des Dörfchens Olá in der Coclé-Provinz.



Auf dem Rückweg komme ich vielleicht etwas zu schnell an einer Betonbrücke an, die einen ziemlich steilen Winkel zur Fahrbahn hat. Sieht man erst gar nicht, aber ich setze mit dem Wagen ziemlich heftig auf, zum Glück ist aber nix passiert. Ein Pkw wäre an dieser Stelle vielleicht steckengeblieben oder unten aufgerissen.


Jedenfalls – das junge Pärchen ist glücklich, dass ihr Bus wieder auf der Straße steht und alles gut gegangen ist. Pannenhilfe in Panama – sie funktioniert offenbar selbst in der verlassensten Gegend, wie ich selbst ja schon drei mal erleben konnte.
Sie meinten nur: Kein Problem, wir nehmen jetzt mit was auf den Laster eben drauf passt. Alles auf einmal geht natürlich nicht. Aber wir kommen gerne morgen und übermorgen nochmal. Cool denke ich, ob das auch klappt ? Jupp, sie kamen zwei mal extra für mich und konnten alles bis auf zehn Säcke mitnehmen. Und das bei null Dollar Müllgebühren ! Natürlich hab ich den beiden ein Trinkgeld und einen Sixpack Bier spendiert und die verbliebenen zehn Säcke selbst ins Meer gekippt…pardon… kleiner Scherz, zur Müllhalde gebracht natürlich. Mann bin ich froh, dass das so unkompliziert geklappt hat ! Danke Jungs !!
Endlich, gegen 10 Uhr morgens hört es auf zu regnen, sogar die Sonne kommt durch. Kalt ist es natürlich nicht, aber immer noch ziemlich grau und trüb. Egal, ein Bewohner, dessen Sohn 

Die palmengesäumten Strände, die Holzhäuser, das Meer, der goldfarbene feine Sand, all das ist Bilderbuch-Karibik-Idylle in Reinkultur! Wir beide schlagen uns erst einmal zwei Kokosnüsse von einer Palme, genießen den leckeren Trank und schaben uns dann das leckere Kokos-Mark aus der Schale.

Ein Traum ! Dann nehme ich ein Bad im Meer und genieße einfach das Leben. Keine Hektik, keine Eile, kein Lärm, keine ungewollten Verpflichtungen… Das Leben meint es gut mit mir!
Land kaufen, hierher ziehen oder sonst wie in den Tourismus investieren – das geht hier leider nicht. Die Region hier ist autonomes, indigenes Gebiet, Grunderwerb mit Titel und allen Eigentumsrechten ist hier per Gesetz nicht möglich, schon gar nicht für Ausländer. Vielleicht ist es auch gut so, denn so bleiben einige der schönsten und geheimnisvollsten Landstriche dieser Erde einfach mal so wie die Natur sie einst geschaffen hat, ohne Hotelburgen, Urlaubsressorts oder Yachtclubs.
Heute gehe ich nur kurz spazieren und pflücke mir eine Brotfrucht von einem gleichnamigen Baum. Diese gebe ich bei Anna dann in der Küche ab und frage sie, ob sie sie mir zubereiten kann, mit Hühnchen und Salat oder so. Kann sie, und das sieht dann so aus:




Zuerst komme ich etwa eine halbe Stunde von Boquete entfernt an einem riesigen Stausee vorbei. Naja, vorbei…, ein bisschen muss ich schon von der Hauptstraße runter. Hier bietet sich mir ein absolut atemberaubendes Panorama über die Berge von Chiriqui. Der Stausee trägt den Namen Barrigón.
Es ist keine Menschenseele zu sehen. Ich denke mir nur: Mann, wenn der Damm hier mal bricht oder leckschlägt, dann ist weiter unten aber Land unter. Da fällt mir ein, dass ich mir vor ein paar Tagen hier ein Grundstück angesehen habe.
Jetzt fällt mir auf, dass es genau im Überflutungsbereich des Stausees liegen würde.
Mein Auto muss ich an der Hauptstraße stehen lassen, ab hier geht es nur zu Fuß etwa 25 Minuten recht steil bergauf zum Hostel.


Hidroelectrica Fortuna im gleichnamigen Nationalpark.

Was mir mein Navi nicht sagt: Der Keilriemen meines Nissan hat sich gelöst und liefert keinen Strom mehr. Was mir mein Navi auch nicht sagt: Die Lichtmaschine meines Nissan ist aus der Verankerung gebrochen. Das sehe ich nachdem ich unfreiwillig anhalten muss und einen Blick in den Motorraum werfe. Natürlich ist auch der Kühler heiß gelaufen und dampft ordentlich. Weiterfahren kann ich nicht.
Der große Dorfplatz ist richtig urig hergerichtet, viele Händler bieten ihr Kunsthandwerk und ihre landwirtschaftlichen Produkte an, natürlich hauptsächlich Orangen. Abends gibt’s Live-Musik und Tanz auf einer großen Bühne, es gibt Kinderkarusselle, Imbiss-Stände, Bierstände, Eis, Süßigkeiten und alle sind gut drauf, sofern sie noch nüchtern sind.
Sehr schön sind die fantasievoll hergerichteten Verkaufsstände aus Bambus und Stroh und die Orangen-Figuren, die teils sehr aufwändig extra für dieses Fest von den Besitzern in Handarbeit hergestellt wurden.
Hier findet ein richtig typisches, lokales Volksfest statt, ein echter Geheimtipp für Reisende ! Churuquita Grande ist gut mit dem Bus ab Penonomé zu erreichen, Fahrt etwa 25 Minuten.
Auf mein Auto kann ich mich verlassen, ich packe mir meinen Tagesrucksack fertig und mache mich auf den Weg zu den
Ein Schild sagt mir dass ich hier noch etwa 27 km zu fahren habe.
Pazifik vom Atlantik trennt.

Senor Pedro stellt sich mittlerweile als ein recht gebildeter und weltoffener Geselle heraus, was man seiner einfachen traditionellen Kleidung und Lebensweise zuerst gar nicht so anmerkt. Er ist ein recht hoher Beamter und war auch schon mehrmals in den USA, hat also schon etwas mehr von der Welt gesehen als viele andere in seiner Umgebung.
Wir kommen an den Fluß „Nuestro Amo“, dessen Quellgebiet nur etwa sieben Kilometer weiter nördlich liegt. An diesem Fluß liegt die Finca. Sie ist stark zugewachsen und wir können Sie nur teilweise begehen. Mehr muß ich hier nicht erwähnen, dieser entfernte Landstrich ist für eine Abenteuerfahrt super, zum Wohnen aber nicht.