Trocken, sonnig und warm.
Nach einem vollkommen verregneten November hat sich nun seit einigen Tagen endlich die Regenzeit aus Panama verabschiedet. Jetzt ist es wieder trocken, sonnig und warm. Nix gegen Regen, aber der vergangene November war katastrophal. Nicht nur für´s Gemüt, sondern auch für viele Straßen und Häuser in den Bergregionen, die den Wassermassen nicht standgehalten haben und viele ohnehin schon arg gebeutelte Familien noch zusätzlich ins Unglück gestürzt haben. Das Mindeste was ich da tun konnte war, mich an einem der zahlreichen Spendenaufrufe zu beteiligen und wenigstens ein bisschen zu helfen.

Das Leben hier in Panama verläuft weitgehend normal, allerdings haben sie uns über die gesamten Feiertage wieder eine totale Ausgangssperre beschert, mit einigen Tagen davor und dazwischen zum Einkaufen, wo je nach Wochentag entweder nur Männer oder nur Frauen Zutritt ins Geschäft haben. Wenn du da beim Einkaufen etwas vergisst, dann haste halt Pech gehabt, weil du drei oder vier Tage nicht raus kannst. Aber so lange die drei großen K´s immer vorrätig sind und nicht ausgehen – Kaffee, Kippen, Klopapier – ist die Welt doch in Ordnung. 🙂
Wie jedes Jahr um diese Zeit habe ich wieder reichlich Orangen an meinen sechs oder sieben Bäumen. Das gibt lecker Saft für die nächsten Wochen. Mal schauen, ob ich mir zu den Feiertagen beim Einkaufen noch ein Fläschchen Orangen-Verdünner für ein paar leckere anti-alkoholfreie Drinks leisten kann…

Weihnachten bleibe ich, wie wohl die meisten Menschen, zu Hause und ich werde sicher ein bisschen mit meinen Nachbarn zusammen sein. Diesen habe ich vor kurzem zusammen mit einem großzügigen Spender aus Deutschland einen neuen Kühlschrank spendiert. Ihrer war kaputt, eine Reparatur oder gar einen neuen hätten sie sich niemals leisten können. Da werden wir zu Weihnachten sicher ein paar kalte Snacks hineintun und schauen was passiert. Ich habe coole Nachbarn !

Natürlich haben sie auch Hühner. Darunter gleich drei Hähne. Einer von diesen schafft es wirklich keine zwei Minuten am Stück, mal den Schnabel zu halten. Morgens, mittags, abends, nachts. Und das auch oft direkt unter meinem Fenster, da die Viecher nicht eingezäunt sind. Ich frage meine Nachbarn mal, ob ich ihnen diesen Gockel abkaufen kann. Dann kommt er gleich direkt auf den Grill, alle werden satt, und ich hab wieder meine Ruhe. 🙂
Ein großes DANKESCHÖN !!
An dieser Stelle mal wieder ein großes DANKESCHÖN an alle Leser und Besucher dieser Webseite, die jetzt schon über vier Jahre „On Air“ ist. Ohne euch gäbe es das alles nicht, und ich freue mich besonders darüber, dass ihr mir auch in diesem Katastrophenjahr die Treue gehalten habt ! Danke !!!
Auch wenn dieses Jahr aufgrund der Umstände vergleichsweise ereignislos war, kann man hier in Panama in normalen Zeiten ´ne Menge erleben. Für alle unter euch, die vielleicht erst vor Kurzem auf diese Webseite gestoßen sind, habe ich mal meine vier Lieblings-Erlebnisse hervorgeholt, aus jedem Jahr eines.
Folgt einfach den Links, die ich euch unten angehängt habe ! Viel Spaß !
Euch allen wünsche ich FROHE WEIHNACHTEN, feiert genau so wie ihr es für richtig haltet, und einen GUTEN RUTSCH ins neue Jahr, welches hoffentlich wieder normal wird !
Und hier geht’s ein bisschen zurück in der Zeit:
(Klick einfach auf das jeweilige Bild!)
Highlight 2016: Mein erster Trip an einen der abgelegensten Winkel an Panamas Karibik-Küste inklusive Strandreinigung mit den Kids vor Ort (mehrteilige Story).
Highlight 2017: Walbeobachtung in Panama bei rauer See.
Highlight 2018: Das Hochland von Chiriqui
Highlight 2019: Zwei Wochen Panama mit alten Freunden aus Kindergarten-Tagen.
Wer schreibt hier eigentlich ?
Wenn Du wissen möchtest, wer ich bin, was mich nach Panama verschlagen hat und wie ich Dich ein bisschen beim Auswandern nach Panama unterstützen kann, dann schau mal HIER vorbei !




























































































Ansonsten geht es für uns an diesem Tag wieder zurück nach Santa Fé. Schade, die Karibik hätten wir gerne gesehen, nächstes Mal eben ! War dennoch ein hochinteressanter Ausflug, an dem auch die Vogelspinne nachmittags auf der Terrasse nichts mehr ändern konnte.

























Zuletzt war ich vor knapp zwei Jahren dort oben in Santa Fé und habe mir die wirklich atemberaubende Berglandschaft und den Fortschritt der Bauarbeiten angesehen. Doch wie sieht es heute dort aus ?


Nun, ich nehme es mal vorweg: Nein, noch nicht ganz. Es ist ein Fluss, der uns nach etwa 10 km guter befestigter Schotterpiste aufhält. Das Wasser ist zwar nicht mal knietief, aber der recht steile Abhang hinab und später wieder hinauf wäre wohl zu viel für unsere Autos bzw. deren schlechte Bereifung. Wir beobachten dennoch ein paar andere Autos, vor allem Baufahrzeuge, die mühelos den Fluss durchqueren. Sieht schon spektakulär aus, vor allem die drei Kids haben einen Heidenspaß !







Dieser liegt kurz vor dem kleinen Örtchen Olá und wird „Los Chorros de Olá“ genannt. Dort bin ich schon mehrmals vorher gewesen. Bisher habe ich aber nie den kleinen versteckten Pfad gefunden, der näher an den Wasserfall und bis hinunter an das Becken führt. Na mal sehen, die beiden Mädels haben vielleicht bessere Spürnasen als ich. Der ziemlich vom Regen ausgewaschene Hauptpfad bzw. das Gelände links und rechts ist natürlich mit Draht eingezäunt, kein Durchgang, Hinweisschilder sowieso nicht, nichts.. Doch da, links, hinter einem kleinen Strauch, sieht das dahinter nicht wie ein Pfad aus ? Jupp. Wir laufen etwa fünf Minuten den ziemlich zugewucherten Pfad entlang und stehen dann plötzlich genau unterhalb des wirklich riesigen Wasserfalls. Das ist schon echt beeindruckend ! Keine Niagara-Fälle, ok, aber dennoch höchst imposant.


Toller Tag, mal wieder neue Entdeckungen in meiner näheren Umgebung gemacht, zwei Menschen wieder ein Stückchen Panama näher gebracht, was willste mehr ? Das Leben hier ist schön !

Es ist mal wieder Zeit für eine kleine Entdeckungstour durch die Lande, also mache ich mich mit einem Freund auf in die nähere Umgebung des Dörfchens Olá in der Coclé-Provinz.



Auf dem Rückweg komme ich vielleicht etwas zu schnell an einer Betonbrücke an, die einen ziemlich steilen Winkel zur Fahrbahn hat. Sieht man erst gar nicht, aber ich setze mit dem Wagen ziemlich heftig auf, zum Glück ist aber nix passiert. Ein Pkw wäre an dieser Stelle vielleicht steckengeblieben oder unten aufgerissen.


Jedenfalls – das junge Pärchen ist glücklich, dass ihr Bus wieder auf der Straße steht und alles gut gegangen ist. Pannenhilfe in Panama – sie funktioniert offenbar selbst in der verlassensten Gegend, wie ich selbst ja schon drei mal erleben konnte.
Sie meinten nur: Kein Problem, wir nehmen jetzt mit was auf den Laster eben drauf passt. Alles auf einmal geht natürlich nicht. Aber wir kommen gerne morgen und übermorgen nochmal. Cool denke ich, ob das auch klappt ? Jupp, sie kamen zwei mal extra für mich und konnten alles bis auf zehn Säcke mitnehmen. Und das bei null Dollar Müllgebühren ! Natürlich hab ich den beiden ein Trinkgeld und einen Sixpack Bier spendiert und die verbliebenen zehn Säcke selbst ins Meer gekippt…pardon… kleiner Scherz, zur Müllhalde gebracht natürlich. Mann bin ich froh, dass das so unkompliziert geklappt hat ! Danke Jungs !!

Warum erzähle ich das ? Zum einen bin ich nach wie vor begeistert von der landschaftlichen Vielfalt hier in Panama, Berge und Meer liegen meist nicht weit auseinander. Zum anderen bin ich ja auch gerne abseits der bekannten Pfade unterwegs, was das Reisen und Entdecken noch einen Tick interessanter macht, finde ich.
Also, jetzt ist Panama live angesagt ! Alle drei und mein Freund mit dem Telefon sind um mein Auto versammelt und versuchen, die Lichtmaschine notdürftig wieder festzuklemmen, damit der Keilriemen wieder draufgeht. Nach knapp einer halben Stunde ist es geschafft. Mit Holzkeilen, Draht, Seilen, Schnüren und Metallklemmen sitzt die Lichtmaschine erst mal notdürftig fest und wir können zusammen vorsichtig nach Rambala weiterfahren. Ich vorneweg, die drei hinter mir her. Mannomann ! Jetzt setzt starker Regen ein, und auf halber Strecke verrutscht die Lichtmaschine nochmal. Ist nach zwei Minuten aber wieder fest, weiter geht’s, wir kommen nach etwa dreißig Minuten in seiner Werkstatt an.
Der Rest ist schnell erzählt: In der Werkstatt wird die Halterung der Lichtmaschine neu zusammengeschweißt und mein verlorengegangener Sicherungsbolzen wird durch einen neu geschweißten und zurechtgeschnittenen ersetzt. In der Zwischenzeit hole ich mir ein paar Empanadas und ein paar Bier für die Mechaniker. Der Wagen ist nach einer Stunde wieder fahrbereit, wir machen eine kurze Probefahrt die Straße rauf, und dann stoßen wir mit ein paar Bier auf dieses Abenteuer an.