Panama, es geht doch !
Donnerwetter, das ging ja doch schneller als ich es zuletzt erwartet hätte: Bis zum 12. Oktober wird Panamas Wirtschaft und Gesellschaft in kurzen Schritten nahezu komplett wieder hochgefahren ! Die Rede ist dabei tatsächlich vom Jahr 2020.
Das erste wichtige Datum ist dabei der 14. September, an dem in den beiden letzten Quarantäne-Provinzen endlich die geschlechterspezifische Ausgangssperre aufgehoben wird. Männer, Frauen und Kinder können endlich wieder zusammen aus dem Haus, ohne auf die Uhr schauen zu müssen. Eine verkürzte nächtliche Ausgangssperre von 23 bis 5 Uhr sowie am Sonntag bleibt dort allerdings erst mal noch bestehen.
Das zweite wichtige Datum ist der 28. September, an welchem Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants und Imbiss-Stände wieder für die Kundschaft öffnen können. Ab diesem Datum können auch Inlandsflüge wieder ihren Betrieb aufnehmen und Ausflügler können endlich wieder Strände, Flussbäder und Naturparks besuchen.

Das wichtigste Datum für alle Reisenden dürfte der 12. Oktober 2020 sein. Internationale Fluggesellschaften können Panama wieder anfliegen, der Tourismus startet wieder, Hotels und Hostels öffnen ihre Pforten und empfangen nationale und internationale Besucher. Auch die bis dahin noch bestehenden nächtlichen und sonntäglichen Ausgangssperren entfallen dann komplett.
Wann und in welcher Form auch Schulen und Universitäten wieder ihren Präsenz-Unterricht aufnehmen, wann öffentliche Veranstaltungen, Konzerte, Umzüge, Karneval und all dies wieder stattfinden kann, ist derzeit noch nicht bekannt.
Einen etwas ausführlicheren Artikel aus der Presse mit allen Einzelheiten habe ich HIER verlinkt.
Falsch positiv
Das ganze ist für mich ein Anzeichen von Rest-Vernunft. Nicht mehr und nicht weniger. Hoffen wir nur, dass dieser neue Zeitplan sich nicht erneut als falsch positiv erweist, so wie im Mai, als die Regierung hier ihren Sechs-Punkte-Plan vorgestellt hat, bis Anfang Juni gerade mal bei Schritt zwei angekommen ist und glatte drei Monate lang an Schritt drei herumgedoktert hat. Das hatte ich in den letzten Beiträgen HIER und HIER immer als „Flickenteppich“ bezeichnet. Denn auch diesmal darf der erhobene Zeigefinger und all das ganze „Seuchen-Szenario“ nicht fehlen. Also, erst mal kein Grund zu überschwänglicher Freude, zur Dankbarkeit oder gar zur Euphorie. Es sind Grundrechte des normalen Lebens, die uns allen unter fadenscheinigen Begründungen, mit unverhältnismäßiger Härte und auf unbestimmte Zeit entzogen wurden.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Leben hier auch im sichtbaren Bereich, also im Alltag, wieder normalisiert. Derzeit ist noch nicht klar, wann dieser Maskenzwang und der Desinfektions-Wahn in der Öffentlichkeit aufhören. Ich hoffe spätestens ab 12. Oktober, wenn wieder Touristen ins Land kommen, die hier gerne in lachende, freundliche Gesichter schauen möchten und sich wohl schwer tun, sich beim Tauchen, Surfen oder Bergwandern einen Lappen ins Gesicht zu hängen.
Freuen tue ich mich natürlich schon, dass es hier wieder bergauf geht, freuen tue ich mich auch auf Besucher, die schon im März oder April nach Panama kommen wollten und bis jetzt warten mussten. Ich hoffe, dass der neue Zeitplan hier in Panama auch eingehalten wird und ich hoffe, dass in Europa und speziell in Deutschland nicht genau das Gegenteil passiert, wo ja noch immer das Bedrohungs-Szenario eines neuen Lockdowns in der Luft schwebt und Demonstrationen einfach verboten werden.
Hoffen wir, dass Panama künftig wieder ein Land der Möglichkeiten und kein Land der Einschränkungen wird. Keine Ahnung, von wem sich die Verantwortlichen hier in Panama bei diesem ganzen Pandemie-Murks bisher haben beraten oder besser, verwirren lassen. Sie scheinen langsam zur Vernunft gekommen zu sein. Vielleicht haben sie ja zuletzt auch mal meine Artikel gelesen. 😉
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mit die einfachsten und kostengünstigsten Einwanderungsbestimmungen, gerade für EU-Europäer.
Bereits im Flieger bekommst Du eine Zollerklärung auf englisch und spanisch ausgehändigt, die Du ausfüllen musst (persönliche Daten, Grund bzw. Zweck Deiner Reise, was hast Du zu verzollen, wo ist Dein Aufenthaltsort in Panama und so weiter, ganz einfach eigentlich).

Die Regenzeit beginnt auf der Pazifikseite Panamas allgemein im April oder Mai und dauert allgemein bis etwa Dezember. Regenzeit bedeutet allerdings nicht, dass es hier nun pausenlos, tagelang, jeden Tag schüttet! In der Regel scheint vormittags meist die Sonne, bevor es sich gegen Mittag, frühen Nachmittag zuzieht und dann doch mal so ein heftiger Tropenschauer herunterkommt. Der kann dann schon mal zwei Stunden andauern und wirklich alles überfluten, vor allem Straßen und Wege. Es gibt auch hin und wieder ein paar Tage, wo es normal regnet, auch schon morgens, und natürlich gibt’s auch viele Tage ohne Regen. Aber ist Regen so schlimm ? Ich finde nicht, denn er versorgt uns mit Wasser und nur durch den ergiebigen Regen kann sich diese tropische Pflanzenvielfalt und eine üppige Natur entwickeln !
Die Trockenzeit, hier Sommer genannt, hatte jetzt Anfang 2018 doch ein wenig Verspätung, denn noch weit nach Weihnachten, zu Silvester und auch jetzt noch weit in den Januar hinein gab es doch noch einige Regentage, allerdings nicht so heftig. Das Schöne an der Trockenzeit ist die relative Planungssicherheit für alle Unternehmungen, das nicht so Schöne ist der meist heftige Wind, der Staub, die knallige Sonne den ganzen Tag und die zunehmende Austrocknung der Natur so ab Februar, März.
Auch in Panama gibt es eine Menge nationaler, regionaler und saisonaler Feiertage. Fällt ein nationaler Feiertag beispielsweise auf einen arbeitsfreien Sonntag, so wird er automatisch auf den nächsten Arbeitstag verlegt. Bei ganz besonderen Ereignissen kann auch schon mal kurzfristig ein Feiertag ausgerufen werden, wie zum Beispiel Ende 2017, als Panamas Fussball-Nationalmannschaft die WM-Qualifikation geschafft hatte.
Je nach Jahreszeit und je nach Ortschaft oder Provinz gibt es in Panama eine Vielzahl an Volksfesten, Ausstellungen, Feierlichkeiten und Jahrmärkten. Oft haben diese Feste einen religiösen oder historischen Hintergrund, den ich selbst leider nicht immer ganz verstehe, oder es handelt sich um ein Fest zu einem ganz bestimmten Thema, z.B. Früchte, Kaffee, Blumen, Fisch, Folklore und vieles mehr. Eine recht übersichtliche Auflistung vieler Festivals und Ferias habe ich hier gefunden : 
In Panama gibt es keine Schwerindustrie und auch keine Kohle- oder Kernkraftwerke. Dichten Autoverkehr mit Mega-Staus kenne ich auch nur aus Panama City und dem näheren Umland. Insgesamt also kannst Du hier in Panama von unbelasteter Luft und sauberem Wasser ausgehen, jedenfalls auf dem Lande. Sogar das Leitungswasser ist direkt trinkbar. Jedoch in abgelegenen Orten, auf Inseln und in direkter Küsten-Nähe ist etwas mehr Vorsicht geboten, was die Wasserqualität betrifft.
In Panama gibt es kein Meldegesetz. Das bedeutet, dass Du Dich als Tourist und auch als Bewohner des Landes nirgendwo an- oder abmelden musst, wenn Du Deinen Wohn- oder Aufenthaltsort im Lande wechselst. Auch Dein Auto musst Du bei einem Wohnort-Wechsel nicht ummelden. Zu verschiedenen Anlässen oder für einige Dienstleistungen benötigt man in Panama aber dennoch einen Wohnsitz-Nachweis. Diesen erbringt man eben mit einer Wasser- oder Stromrechnung, der eigenen oder mit der eines Freundes.
Modernstes Großstadtleben in Panama City und traditionelle indigene Lebensart nur ein oder zwei Stunden entfernt bilden einen Kontrast, wie er nur selten irgendwo anders zu sehen ist. Kühles Bergklima im Hochland der Provinz Chiriqui und nur ein, zwei Autostunden entfernt schwül-warme tropische Strände und Inseln am Pazifik sollen hier nur mal als Beispiele für die Vielfalt Panamas stehen.














Sehr lecker, sofern man englisches Bier mag. Happy Hour ist immer von vier bis sechs Uhr mit einem Dollar Preisnachlass pro Pint.
OK, es gibt Rum-Cola auf Eis für zwei Dollar, gesponsert wurde das ganze u.a. vom lokalen Rumfabrikanten Ron Abuelo, Eintritt haben wir je 20 Dollar für einen Tisch zweite Reihe bezahlt. Die Halle ist nicht ausverkauft, aber mit etwa 1.500 Besuchern ganz gut gefüllt und die Menge geht richtig steil mit ! Alles super, hätte nie gedacht dass ich in Panama so einen Event in mal mitmache.

Der große Dorfplatz ist richtig urig hergerichtet, viele Händler bieten ihr Kunsthandwerk und ihre landwirtschaftlichen Produkte an, natürlich hauptsächlich Orangen. Abends gibt’s Live-Musik und Tanz auf einer großen Bühne, es gibt Kinderkarusselle, Imbiss-Stände, Bierstände, Eis, Süßigkeiten und alle sind gut drauf, sofern sie noch nüchtern sind.
Sehr schön sind die fantasievoll hergerichteten Verkaufsstände aus Bambus und Stroh und die Orangen-Figuren, die teils sehr aufwändig extra für dieses Fest von den Besitzern in Handarbeit hergestellt wurden.
Hier findet ein richtig typisches, lokales Volksfest statt, ein echter Geheimtipp für Reisende ! Churuquita Grande ist gut mit dem Bus ab Penonomé zu erreichen, Fahrt etwa 25 Minuten.



So schlendere ich dann über das Gelände, hole mir ein Bier, schaue den Festumzügen zu und genieße die Atmosphäre. Dann gehe ich endlich zu jenen Ständen, an denen die eigentlichen Stars des Festivals ihre Waren feilbieten: die Hutmacher. Sollte ich mir auch einen kaufen ? Ich probiere einige an, Preise so ab 30 Dollar für einfache Qualitäten bis hin zu weit über 200 Dollar für höhere Handwerkskünste.
Und da sehe ich ihn: den Hutmacher aus der arte-Sendung. Er scheint eine gefragte Persönlichkeit zu sein, denn er ist von Kamerateams und Reportern umringt. Später besuche ich ihn an seinem Stand. Ich sage „Hola“, schaue mir seine Hüte an und erzähle ihm tatsächlich, das ich ihn im fernen Deutschland einmal im Fernsehen gesehen hatte. Da freut er sich und er erklärt mir – ganz so wie in der Sendung – nochmal die verschiedenen Trageformen des Pintao. Den Hut trägt man je nach Stimmung oder Status in unterschiedlicher Weise. Die meisten tragen ihn mit vorn hochgezogener Krempe und signalisieren damit: Ich bin helle und gut drauf!